Havarien und Brände an Windenergieanlagen bewegen sich im Promillebereich und sind damit als selten einzustufen. Vor Errichtung jeder Windenergieanlage ist ein Brandschutzkonzept als Bestandteil der Baugenehmigung erforderlich. An Standorten im Wald  kann die Genehmigungsbehörde  zusätzliche Vorgaben für Brandmeldeanlagen und Löschanlagen machen.

Windenergieanlagen müssen über Feuerlöscheinrichtungen verfügen. Durch automatische Löschanlagen können Brände in Windenergieanlagen automatisch bekämpft werden und Feuerwehren damit bei den Löscharbeiten unterstützt werden. Die mit den Brandschutzdienststellen abgestimmten individuellen Schutzkonzepte und Feuerwehreinsatzpläne leisten ihren Beitrag dazu, dass Brände gar nicht erst entstehen, im Fall der Fälle vor Ort bekämpft oder zumindest kontrolliert werden können.

Die Zahl der Havarien bewegt sich einer aktuellen Risikostudie zufolge im Promillebereich. Jährlich kommt es deutschlandweit zu zwischen 3 und 10 Bränden bei den insgesamt über 28.000 Anlagen. Damit liegt das Risiko eines WEA-Brandes zwischen 0,01% und 0,04% und ist entsprechend als gering einzustufen. Die entstandenen Sachschäden beschränken sich dabei laut Expertenmeinung in der Regel auf Schäden an der Anlage selbst.

Vor der Errichtung von Windenergieanlagen ist gemäß den Bestimmungen der jeweiligen Landesbauordnungen ein standortbezogenes Brandschutzkonzept vorzulegen. Dazu gehören Zugänglichkeit/Kennzeichnung, Sicherstellung der Flucht- und Rettungswege, Beschreibung von Brandlasten und möglichen Brandgefährdungen sowie technische Maßnahmen zur Brandverhütung. An Standorten im Wald können besondere Auflagen im Genehmigungsprozess festgelegt werden wie der Einbau von Brandmelde- oder automatischen Feuerlöschanlagen oder die Auflage, Löschwasserteiche anzulegen.

Um das Entstehen von Bränden durch Blitzeinschläge zu vermeiden, sind die Anlagen mit Blitzableitern ausgestattet. Diese Blitzschutzkonzepte sind für alle Windenergieanlagen unabhängig von ihrem Standort vorgeschrieben und müssen mindestens alle zwei Jahre regelmäßig überprüft werden. 

Gerät eine Anlage dennoch in Brand, ist ein Löschen aufgrund der Höhe nahezu unmöglich. Die Feuerwehr stellt im Fall eines Brandes ein kontrolliertes Abbrennen sicher, z.B. durch das Löschen herabfallender Teile. Um Feuer früh zu erkennen und direkt zu reagieren, können fest installierbare Löschsysteme an den Gondeln angebracht werden. Die Technik kann einen Brand erkennen und löscht selbstständig vor Ort.

Quellen und interessante Links zum Weiterlesen:

Wie sieht die Brandgefahr bei Windrädern aus? – Dialogforum Energiewende und Naturschutz